Als meine Schulzeit sich dem Ende neigte, wusste ich, ähnlich wie viele andere zu der Zeit, nicht welchen Weg ich nun einschlagen sollte. Was ich wusste war, dass ich keine Zeit verschenken wollte und mich gleichzeitig noch orientieren musste. Für mich stand somit der Entschluss fest, ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren. Meine Motivation dafür war, durch neue Eindrücke, meinen Horizont zu erweitern und an Erfahrung zu gewinnen. Zusätzlich bietet ein solches Jahr eine gute Möglichkeit, sich in einem Bereich der eigenen Wahl zu engagieren. An dieser Stelle kann ich schon vorwegnehmen, dass sich meine Erwartungen erfüllt haben. Den Freiwilligendienst in einer Werkstatt für beeinträchtigte Menschen zu leisten, war für mich von Anfang an ein Anliegen, zumal es ein Bereich ist, mit dem man im alltäglichen Leben selten bis gar nicht in Kontakt kommt. Des Weiteren war ich mir sicher, dass mich neben abwechslungsreichen Tätigkeiten dort auch Situationen erwarten würden, in denen man auch mal über seinen eigenen Schatten springen wird.

 

Auf die Werkstatt für angepasste Arbeit Schwentinental von Die Ostholsteiner wurde ich im Internet aufmerksam, als ich nach einer passenden Stelle suchte. Während des Vorstellungsgesprächs hat mein Anleiter mit mir einen Termin für einen Hospitationstag vereinbart. Als der Tag gekommen war, wurde ich von allen Kollegen / Kolleginnen und Mitarbeitenden sehr freundlich empfangen. An diesem Tag habe ich einen ersten Ausblick auf das erfahren, was mich in naher Zukunft so erwarten sollte. Ich habe mich sofort dafür entschieden „dort zu bleiben“ und glücklicherweise erhielt ich auch die Zusage für die Stelle. Durch eine glückliche Fügung ergab es sich sogar, dass ich die restliche Zeit bis zum Beginn meines Freiwilligendienstes als Aushilfe in der Werkstatt arbeiten konnte.

 

In der Anfangszeit des Dienstes nahm ich an Fortbildungen von Die Ostholsteiner teil und mein Anleiter erteilte mir Unterweisungen für arbeitsrelevante Angelegenheiten. Unter anderem für den Transporter der Werkstatt, mit dem man während des Freiwilligendienstes viel unterwegs ist, um beispielsweise Mitarbeitende zu begleiten oder neue Arbeit für den Konfektionierungsbereich zu besorgen.

 

Die Arbeitswoche beginnt mit der Teambesprechung um 8:00 Uhr. Dort wird sich ausgetauscht und besprochen, was in der jeweiligen Woche alles anliegt. Eine Stunde später treten die Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung ihren Arbeitstag an. Als Freiwilligendienstleistender unterstützt man sie zu allererst dabei, dass sie ihre Arbeit aufnehmen können. Man ist für den Ablauf in der Konfektionierung mit verantwortlich, bekommt hier und da die verschiedensten Aufgaben zugetragen, gibt Unterstützung und Hilfestellung und hat für jeden ein offenes Ohr.

 

Jedem, der seinen Freiwilligendienst in einer solchen Einrichtung machen möchte, kann ich die Werkstatt für angepasste Arbeit Schwentinental als Einsatzstelle nur sehr empfehlen. Dort sammelt man viele bunte Eindrücke und arbeitet in einem sehr harmonischen Umfeld. Für meine persönliche Entwicklung war das FSJ ein großer Pluspunkt. Auf meinen Berufswunsch im Sozialen Bereich bin ich während der Zeit übrigens auch gestoßen.